Friedensbüro Darmstadt

 

Brigade des Friedens – Als unbewaffnete Leibwächter in Kolumbien und Mexiko

DVD, 81 min, deutsch / spanisch, 2006

Inhalt: Rasmus Gerlach hat mit seiner Handkamera die Freiwilligen von pbi bei ihrer Vorbereitung für einen

          einjährigen Einsatz und in ihrem Alltag in Mexiko und Kolumbien begleitet. 
          Das Einsatzgebiet reicht von ländlichen Gebieten z.B. im mexikanischen Bundesstaat Guerrero oder dem
          kolumbianischen Urwald über Kriegsgebiete bis zu den Großstädten Mexico City, Medellin und Bogota.   
          Dort werden Menschen von PBI geschützt, die sich für ihre Menschenrechte einsetzen als Gewerkschafter,
          als
 Umweltaktivisten, als Angehörige von Verschwundenen, die Gerechtigkeit und Strafverfolgung fordern.  

Vor allem geeignet für Gruppen / Personen mit tieferem Interesse an der Arbeit und dem Leben von internationalen FriedensarbeiterInnen bzw. der Menschenrechtssituation in Kolumbien
 

En busca de dignidad – Auf der Suche nach Würde

DVD, 45 min, spanisch, dt /eng Untertitel, 2005

Inhalt: Einblick in die aktuelle Menschenrechtssituation in Guatemala: Ausbeutung des Landes (Rohstoffe) und
          der
 Bevölkerung (Vertreibung von Land, Arbeit in Fabriken). Gewerkschafter und andere Aktivisten werden z.B. von 
          Todesschwadronen bedroht. Ebenso werden diejenigen, die Verbrechen aus der Bürgerkriegszeit 
          untersuchen
 wollen, die Gerechtigkeit erreichen wollen, bedroht. Der Staat bietet den aktiven keinen Schutz: es
          gibt fast keine
 Strafverfolgung. D.h. Paramilitärs etc. haben fast freie Handlungsmöglichkeiten.
          Die Möglichkeiten internationaler Menschenrechtsarbeit und gewaltfreier Konfliktlösung am Beispiel PBI. 
          Prinzipien und Arbeitsweise von PBI, das Zusammenleben der internationalen Aktivisten im PBI-Teamhaus,
          die
Bedrohung der PBI Leute, die Wirksamkeit von internationalem Schutz für die 
          Menschenrechtsaktivisten in
 Guatemala. 

Sehr gut geeignet für Doppelstunde aus Film und Gespräch mit einem PBI-Aktiven oder für den Einstieg in einen Projekttag. Einstieg in die Themenbereiche: Menschenrechte, Globalisierung, Frieden & Gerechtigkeit, Lateinamerika
 

„Der getarnte Krieg

Video VHS, 30 min, deutsch, Musik: span. mit dt. Untertiteln

Inhalt: Im Oktober 2001 begleitete Dirk Lienig den baskischen Friedensbrigadisten Juanjo Arrieta während
          seiner
 Schutzpatroullien in den kolumbianischen Dschungel. Zwischen den Fronten der linken Guerilla und des 
          kolumbianischen Militärs gelangen sehr intime Momentaufnahmen vom Alltag der eigentlichen Opfer
          eines
 unerklärten Krieges.
          Jugendliche in den Friedensgemeinden, die keine Waffen, - weder vom Staat noch von der Guerilla - auf
          ihrem
 Territorium dulden beschreiben ihre Situation und ihre Hoffnungen in Rap-Gesängen.
          Angehörige von Verschwundenen berichten über ihre Ängste und die Verfolgung derer, die das 
         
Verschwindenlassen aufklären wollen.
          Kann eine internationale Organisation gewaltfrei in einem solchen Umfeld wirksam die Menschen schützen,
          die
 sich für Gerechtigkeit einsetzen? 

Gerade durch die ansprechenden Rap-Texte kann man mit diesem Film Jugendliche für die Themen Gerechtigkeit, Menschenrechte, internationale Solidarität und Gewaltfreiheit interessieren.
 

Der Priester und die Mörderschule – Trainiert US-Armee für Folter in Lateinamerika?

WDR 1998, 60 min, DVD
à für öffentliche Vorführungen bitte bei WDR ausleihen

Inhalt: Seit den 40ern gibt es die „School of the Americas“. In diesem US-Trainingslager erhalten Soldaten und Offiziere
          aus vielen Ländern Lateinamerikas eine Zusatzausbildung. Ein Priester und ehemaliger Vietnam-Offizier
 entdeckte,
          dass in dieser Schule auch Foltertechniken und Methoden zur Schwächung der Zivilgesellschaft
 trainiert werden:
          Wie kann man z.B. durch Einschüchterung und gezielte Morde verhindern, dass sich Menschen
 gewerkschaftlich
          organisieren. Wie erreicht man dass sozialkritische Priester die Bevölkerung nicht über
 Machtstrukturen und ihre
          Ausbeutung aufklären. 
          Er deckt auch auf, an welchen Morden und Massakern
 ehemalige Ausbildungsteilnehmer beteiligt waren.
          Interne Trainer und Ex-Trainer dieser Schule kommen ebenso zu Wort wie ehemalige Teilnehmer an
          den
 Ausbildungskursen. Auch eine Diskussion innerhalb des US-Senats über die Schliessung dieser Schule ist 
          dokumentiert.

 

Romero – Tod eines Erzbischofs 

WDR 2003, 45 Min., DVD
à für öffentliche Vorführungen bitte bei WDR ausleihen
 

Inhalt: Oscar Romero – Erzbischof von San Salvador, wurde 1981 während eines Gottesdienstes erschossen.
          Wie wurde aus einem einst konservativen Priester der regierungskritische Wortführer der Armen El Salvadors?
          In seinen Predigten, die landesweit über Radio in allen Dörfern gehört wurden, sprach er sich gegen
          die
 herrschende Unterdrückung aus und forderte Gerechtigkeit von Militär und Regierung. Vom Vatikan, wo er im
          Ruf
stand dem Kommunismus nahe zu sein („Gebe ich den Armen zu essen, nennen sie mich einen Heiligen,
          frage
 ich aber, warum sie arm sind, schimpfen sie mich einen Kommunisten“), erhielt er keine Unterstützung. 
          Das sahen die USA und die reichen, mächtigen Familien El Salvadors als Freibrief, Romero zu ermorden.
          Die
 Rolle der US- „School of the Americas“, der US-Militärberater und des Botschafters wird beleuchtet. Nach
          dem 
Attentat kam es zur Kampagne: „Sei ein Patriot, töte einen Priester“.